
Die Deutsche Bundesbahn beabsichtigte zu Beginn der 1950er Jahre, durch ein Neubauprogramm ihren Dampflokbestand zu verjüngen. Viele der für den täglichen Einsatz benötigten Maschinen entstammten noch der Länderbahnzeit um 1920.
Die Baureihe 23 war als Ersatz für die preußische P8 (BR 38.10-40) vorgesehen und wurde für den Personen- und Eilzugdienst auf Haupt- und Nebenbahnen konzipiert. Einige Maschinen waren sogar mit Wendezugsteuerung ausgestattet, ihre relativ hohe Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h bei Vorwärts- und 85 km/h bei Rückwärtsfahrt machte sie universell einsetzbar.
Insgesamt wurden 105 Maschinen der Baureihe 23 beschafft. Die zuletzt abgelieferte 23 105 war zugleich die letzte neu beschaffte Dampflokomotive der Deutschen Bundesbahn, sie wurde im Dezember 1959 in Betrieb genommen.
Die 23 042 wurde 1954 ausgeliefert und in Mönchengladbach in Betrieb genommen. Ihre aktive Laufbahn beendet sie 1975 beim Bw Crailsheim. Sie wurde von der Deutschen Museums-Eisenbahn übernommen und ins Museum im ehem. Bw Darmstadt-Kranichstein überführt.
Im Jahr 2005 konnte sie nach fast 30 Jahren Stillstandszeit und unzähligen Arbeitsstunden wieder in Betrieb genommen werden. Sie kommt weiterhin von Darmstadt-Kranichstein aus zum Einsatz.
| Hersteller | Henschel u. Sohn, Kassel |
| Bauart | 1' C 1' h2 |
| Fabrikationsnummer | 28542 |
| Baujahr | 1954 |
| Fahrzeugdienstgewicht | 132 t |
| Länge über Puffer | 21.325 mm |
| Laufraddurchm. - vorn | 1.000 mm |
| Laufraddurchm. - hinten | 1.250 mm |
| Treibraddurchmesser | 1.750 mm |
| Höchstgeschw. vorwärts | 110 km/h |
| Höchstgeschw. rückwärts | 85 km/h |
| Kesselüberdruck | 16 kp/cm² |
| Leistung | 1.312 kW / 1.785 PS |
| Kolbenhub | 660 mm |
| Zylinderdurchmesser | 550 mm |
| Wasservorrat | 31,5 m³ |
| Kohlevorrat | 8 t |
Ostern 2010 – 02.-06. April Eifel – Mosel – Saar