Güterzuglok 41 018

Als zu Beginn der 1930er Jahre in Deutschland Bestrebungen einsetzten, die relativ geringen Höchstgeschwindigkeiten im Güterverkehr anzuheben, bestand dringlicher Bedarf an einer leistungsfähigen schnellfahrenden Güterzuglokomotive. Ältere Güterzuglokomotiven erreichten nur Geschwindigkeiten zwischen 50 und 65 km/h.

 

So wurde ab 1936 von verschiedenen Lokomotivfabriken die Baureihe 41 gefertigt. Sie war in der Lage, auch schwerere Güterzüge mit einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit zu befördern, die Höchstgeschwindigkeit betrug 90 km/h.

 

Der häufige Einsatz vor Viehzügen aus Ostpreußen nach Berlin und ins Ruhrgebiet brachte ihnen schnell den Spitznamen „Ochsenlok“ ein.

 

Sowohl bei der Deutschen Bundesbahn wie auch bei der Deutschen Reichsbahn erhielten die Lokomotiven ab den 1950er Jahren neue Hochleistungskessel, die Deutsche Bundesbahn rüstete zudem 40 Lokomotiven mit Ölhauptfeuerung aus, so auch die 41 018. In beiden deutschen Staaten gehörten die Lokomotiven der BR 41 zu den letzten eingesetzten Dampflokomotiven.

 

Die 41 018 wird heute von der Dampflokgesellschaft München gepflegt und betrieben, sie ist im Bahnpark Augsburg stationiert.

 

 

Hersteller Henschel u. Sohn, Kassel
Bauart 1' D 1' h2 Öl
Fabrikationsnummer 24320
Baujahr 1938
Fahrzeugdienstgewicht 169 t
Länge über Puffer 23.905 mm
Laufraddurchm. - vorn 1.000 mm
Laufraddurchm. - hinten 1.250 mm
Treibraddurchmesser 1.600 mm
Höchstgeschw. vorwärts 90 km/h
Höchstgeschw. rückwärts 80 km/h
Kesselüberdruck 16 kp/cm²
Leistung 1.455 kW / 1.980 PS
Kolbenhub 720 mm
Zylinderdurchmesser 520 mm
Wasservorrat 34 m³
Kohlevorrat 12 m³ (Öl)

Ostern 2010 – 02.-06. April Eifel – Mosel – Saar