Diesellokomotive My 1138

Die acht derzeit derzeit in Deutschland eingesetzten Lokomotiven der Baureihe My. Ihren Ursprung haben die Maschinen in den amerikanischen F7-Units von General Motors.

 

Nachdem erste Exportlokomotiven nach Australien geliefert wurden, begann GM zu Beginn der 1950er Jahre auch nach Kunden auf dem europäischen Markt Ausschau zu halten. 1954 wurden beim Lizenznehmer Nydqvist och Holm AB (NoHAB) im schwedischen Trollhättan die ersten vier Lokomotiven für die Dänische Staatsbahn DSB gefertigt. In den folgenden Jahren lieferte NoHAB 55 weitere Lokomotiven als Baureihe My an die DSB, 35 Lokomotiven als Baureihe Di3 an die Norwegische Staatsbahn NSB sowie ab 1963 noch 20 Lokomotiven an die Ungarische Staatsbahn MÁV, die die Maschinen als Baureihe M61 einreihte. Später erwarb die DSB noch eine Anzahl leichterer Lokomotiven mit geringerer Leistung für Nebenbahnen, die Baureihe Mx.

 

Die belgische Lokomotivfabrik AFB fertigte außerdem für die Belgische Staatsbahn SNCB und für die Luxemburgische Staatsbahn CFL eine größere Stückzahl nahezu baugleicher Maschinen in Lizenz. Wegen ihrer Runden Fronten, ihres Aufbaus und teilweise ihrer Farbgebung erhielten die Lokomotiven schnell den Spitznamen „Rundnase“ und „Kartoffelkäfer“. Bei allen genannten Bahnen standen die Maschinen bis Mitte/Ende der 1990er Jahre im Planeinsatz vor Reise- und Güterzügen, in Ungarn bis nach der Jahrtausendwende vor Reisezügen rund um den Balaton. Während einige Maschinen inzwischen als Museumslokomotiven erhalten werden, haben zahlreiche private Bahnunternehmen in Dänemark, Schweden, Norwegen und Deutschland gebrauchte NoHAB-Maschinen erworben und setzen sie im Güter- und Arbeitszugdienst ein. Gebrauchte Di3 aus Norwegen kamen als Hilfsleistung sogar in den Kosovo, wo sie unermüdlich im Einsatz stehen. So gelangten 1999 rund ein Dutzend dänische My nach Deutschland. Nach mehreren Eigentümerwechseln sind die Maschinen in den Bestand der Firma Eichholz Eivel gelangt, die sie vor Baustoff- und Arbeitszügen einsetzt.

 

Derzeit sind acht Lokomotiven einsatzfähig und in Haldensleben stationiert. Bekanntheit erlangten die Maschinen durch ihre unterschiedlichen Farbgebungen, die sie in privater Initiative erhalten haben. Die My 1138 wurde 1958 bei NoHAB in Trollhättan für die dänische DSB gebaut und war bis 1997 im Planeinsatz. Seit 1999 ist sie in Deutschland und hat zwischenzeitlich wieder ihre originale weinrote DSB-Farbgebung aus den 50er Jahren mit Flügelrad erhalten.

 

Die Lokomotive kann im Bw Gerolstein besichtigt werden und dient als Reservelokomotive.

 

Ostern 2010 – 02.-06. April Eifel – Mosel – Saar